Der Vorwurf, wieder die Natur zu handeln, habe ihm schwer zu denken gegeben, schreibt Mark Rowlands in "The Philosopher and the Wolf" ueber sein Leben mit einem Wolf als Haustier.
Seine Loesung, ganz als Philosoph: Es muessen immer die Voraussetzungen und stillschweigenden Annahmen hinterfragt werden.
Hinter dem Versuch, Tieren eine Natur zuzuschreiben, der sie sich nicht widersetzen koennen, ortet Rowlands menschliche Arroganz, die, ganz nach Sartre, nur dem Menschen die Moeglichkeit einraeumt, seine Essenz durch seine Existenz zu bestimmen. Wir suchen uns aus, wie wir sind, und sind dann so. Alles andere, vom Aschenbecher bis eben zum Wolf, ist in seiner Existanz durch seine Essenz bestimmt. Es ist, wie es immer war oder wozu es erfunden wurde, es kann sich nicht aendern und nichts entscheiden.
So weit so gut. Als belegendes Beispiel fuehrt Rowlands einen Fuchs an, der bettelnd Hotels rund um einen englischen Flughafen absuchte - wie sollte man dem Fuchs erklaeren, dass er lieber Maeuse jagen sollte?
Ich glaube nun doch eher, dass die Bettelei weniger auf eine Entscheidung des Fuchses zurueckzufuehren ist, als darauf, dass in seiner Umgebung alle Maeuse vergiftet, Waelder ausgeduennt und Huehner in Legebatterien eingesperrt sind, nehöe aber gerne den Rueckenwind mit wenn es darum geht, das Hinterfragen von Voraussetzungen als Gespraechsmodell zu etablieren.
worauf will unser Gegenueber hinaus? Oder, ohne Hintergedanken zu unterstellen: warum, vor welchem Hintergrumd und welchen Erfahrungen, argumentiert er so? Welche - soziale, politische, wirtschaftliche - Ordnung wird vorausgesetzt, damit die Rechnung aufgeht. Und: wie muesste die Beziehung zwischen und geschaffen sein, damit die Rechnung aufgeht, damit Dinge so sein koennen, wie wir sie beschreiben?
Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das: Was setzen wir voraus, wenn wir annehmen, dass der andere uns versteht? Warum nehmen wir an, dass das, was wir sagen, ueberhaupt etwas bedeutet? Mit welchen Mittelen koennen wir den Rahmen, innerhalb dessen Verstaendigung moeglich ist, konstruieren? und sind wir dann noch in irgendeiner Weise bei der Sache?
Das entfuehrt in schwindelerregende spekulative Tiefen. Ich setze dem das Primat der Oberflaeche entgegen: Konzentrieren wir uns auf das, was wir sehen, was ausdruecklich hier und jetzt anwesend ist.
Oberflaechlichkeit ist eine angemessene Verhaltensweise.
Seine Loesung, ganz als Philosoph: Es muessen immer die Voraussetzungen und stillschweigenden Annahmen hinterfragt werden.
Hinter dem Versuch, Tieren eine Natur zuzuschreiben, der sie sich nicht widersetzen koennen, ortet Rowlands menschliche Arroganz, die, ganz nach Sartre, nur dem Menschen die Moeglichkeit einraeumt, seine Essenz durch seine Existenz zu bestimmen. Wir suchen uns aus, wie wir sind, und sind dann so. Alles andere, vom Aschenbecher bis eben zum Wolf, ist in seiner Existanz durch seine Essenz bestimmt. Es ist, wie es immer war oder wozu es erfunden wurde, es kann sich nicht aendern und nichts entscheiden.
So weit so gut. Als belegendes Beispiel fuehrt Rowlands einen Fuchs an, der bettelnd Hotels rund um einen englischen Flughafen absuchte - wie sollte man dem Fuchs erklaeren, dass er lieber Maeuse jagen sollte?
Ich glaube nun doch eher, dass die Bettelei weniger auf eine Entscheidung des Fuchses zurueckzufuehren ist, als darauf, dass in seiner Umgebung alle Maeuse vergiftet, Waelder ausgeduennt und Huehner in Legebatterien eingesperrt sind, nehöe aber gerne den Rueckenwind mit wenn es darum geht, das Hinterfragen von Voraussetzungen als Gespraechsmodell zu etablieren.
worauf will unser Gegenueber hinaus? Oder, ohne Hintergedanken zu unterstellen: warum, vor welchem Hintergrumd und welchen Erfahrungen, argumentiert er so? Welche - soziale, politische, wirtschaftliche - Ordnung wird vorausgesetzt, damit die Rechnung aufgeht. Und: wie muesste die Beziehung zwischen und geschaffen sein, damit die Rechnung aufgeht, damit Dinge so sein koennen, wie wir sie beschreiben?
Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das: Was setzen wir voraus, wenn wir annehmen, dass der andere uns versteht? Warum nehmen wir an, dass das, was wir sagen, ueberhaupt etwas bedeutet? Mit welchen Mittelen koennen wir den Rahmen, innerhalb dessen Verstaendigung moeglich ist, konstruieren? und sind wir dann noch in irgendeiner Weise bei der Sache?
Das entfuehrt in schwindelerregende spekulative Tiefen. Ich setze dem das Primat der Oberflaeche entgegen: Konzentrieren wir uns auf das, was wir sehen, was ausdruecklich hier und jetzt anwesend ist.
Oberflaechlichkeit ist eine angemessene Verhaltensweise.
